Bach-Verein Köln bringt Brittens „War Requiem“ nach Köln, Wroclaw und Berlin

Nachdem viele in Mitteleuropa sich nach einer vergleichbar langen Friedenszeit kaum noch vorstellen konnten, dass der Prozess eines immer näher zusammenrückenden und vereinten Europas nicht mehr umkehrbar sei, sind in den vergangenen Jahren in fast allen Ländern des Kontinents Nationalismus, Separatismus und rechtes Gedankengut wieder erstarkt, teilweise bis in die Regierungen der Länder hinein. Eine Auseinandersetzung mit Krieg und Nationalismus erscheint uns heute so wichtig wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Völkerverständigung ist der wichtigste Weg, um Frieden in Europa zu sichern. Der Bach-Verein Köln und niemand Geringeres als das Bundesjugendorchester, »Deutschlands jüngstes Spitzenorchester«, bringen Anfang April Benjamin Brittens wohl wichtigstes Werk, das »War Requiem«, zur Erinnerung an den Ersten und Zweiten Weltkrieg gemeinsam zur Aufführung, mit 300 Mitwirkenden, Ensembles aus Belgien, Polen, Frankreich, England und Deutschland. Die drei Konzerte in der Kölner und der Berliner Philharmonie sowie dem Narodowe Forum Muzyki, Wrocław (Breslau) unter der Leitung von Thomas Neuhoff sind zugleich Höhepunkt eines umfangreichen Projekts mit Begleitveranstaltungen und einem Schülerprojekt, das im Januar 2018 begann und mit einer abschließenden Ausstellung mit Kriegsfotografien des Fotojournalisten Christoph Bangert den Bogen ins Heute schlägt.

Wir laden Sie heute zu den Veranstaltungen dieses Projekts ein – ganz besonders natürlich zu den Aufführungen des »War Requiems«, eines Werks, das durch die berührende Verknüpfung des traditionellen lateinischen Requiem-Texts mit Vertonungen des im Ersten Weltkrieg ums Leben gekommenen Lyrikers Wilfred Owen Zuhörerinnen und Zuhörer nicht mehr loslässt. Es sind noch Karten erhältlich.

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